Vom Elend des Übens

Lernen funktioniert nicht ohne zu Üben. Das bedeutet, nur wenn neu erworbenes Wissen im Gehirn dauerhaft als „wichtig“ bewertet wird, bleiben die Nervenverbindungen im Gehirn zum Abruf des Wissens nutzbar. Eine Möglichkeit, diese „Wichtigkeit“ zu erzeugen ist, dass die Verbindungen durch Wiederholen immer wieder genutzt werden. Ganz ähnlich wie ein Muskel, der durch Training stärker wird, werden auch Nervenverbindungen, die häufig genutzt werden, stabiler. Grundsätzlich kann man also durchaus sagen, dass Üben durch Wiederholen Wissen dauerhaft besser verfügbar macht.
Nun kommt allerdings ein sehr, sehr großes Aber:
Der Zugang zu gespeichertem Wissen erfolgt nicht über „eine“ Nervenleitung, sondern über Weiterlesen

Aus Praxis Kopfzahlat wird ZTR Freiburg

ZTR Freiburg gegründet

Ich freue mich, mich mit dem Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche (ZTR) einem kompetenten Verbund anschliessen zu können. Gemeinsam mit Dr. Jörg Kwapis, der als Leiter des ZTR Potsdam über langjährige Erfahrung und beste Vernetzung verfügt, leite ich ab sofort das Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche in Freiburg, in dem die Praxis Kopfzahlat aufgeht. Inhaltlich liegen die Praxis Kopfzahlat und das ZTR Freiburg auf einer Linie; insbesondere konzentrieren wir uns auf das Kernproblem der Rechenschwäche und bieten Dyskalkulietherapien nicht „zusätzlich“, sondern ausschliesslich an.
Kontaktaufnahme ist weiterhin über die bekannten Kommunikationswege möglich, zusätzlich auch über die auf

http://www.ztr-rechenschwaeche.de/institutionen/ztr-institute/
veröffentlichten Daten.

Erweiterung des Teams

Das ZTR Freiburg verfügt damit über erweiterte Diagnose- und Therapiekapazitäten und über die Möglichkeit eines erweiterten Expertenaustausches, das besonders auch bei schwierigen Fällen bestmögliche Förderung gewährleistet. Unterstützt werden Dr. Kwapis und ich von Sina Mahn, die im ZTR zur Dyskalkulietherapeutin geschult wurde. Wie bisher schon die Praxis Kopfzahlat arbeitet auch das ZTR Freiburg mit Jugendämtern, Behörden und Schulen zusammen und sichert die Qualität durch Anbindung an die Wissenschaft.
In Fragen zu Rechenschwäche und Dyskalkulie ist das ZTR die erste Adresse in Freiburg.

Plusrechnen? Addieren? Zusammenzählen?

Manche Dinge werden erst dadurch schwer, dass wir sie für zu einfach halten. Möglicherweise trifft das in weiten Teilen für das Rechnen lernen zu. Viele Kinder scheinen das fast von allein zu lernen, während manche sich unfassbar schwer damit tun. Bevor man aber vorschnell daraus schließt, dass die Ursache dafür nur in einem Mangel bei diesen Kindern liegen kann, lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob diese Kinder nicht vielleicht auch deshalb Schwierigkeiten bekommen können, weil sie unseren Erklärungen zu genau zuhören.
Klingt verrückt?
Nun ja. Oft wird Kindern im Versuch, ihnen die Addition „anschaulich“ zu erklären, diese als Weiterlesen

Das Käferkartenspiel

Spielerische Diagnose und Förderung des elementaren Zahlverständnisses

Geeignet für Kinder in Kindergarten und Grundschule. Prävention und Training.

Seit 2007 gibt es das Käferkartenspiel und die Geschichten vom Käferfräulein Mathilde Ohnepunkte, das zahlreiche Kinder in die Welt der Zahlen begleitet hat. Im Laufe der Jahre hat sich das Spiel weiterentwicklelt und dabei besonders auch sein diagnostisches Potenzial entfaltet. Mit vielen Kindern wurden Interviews unter Einbezug der Karten geführt und anschliessend die „passenden“ Förderspiele gespielt. Insbesondere zur Schulung des „Zahlenblicks“ und zur Überwindung des zählenden Rechnens bieten die Karten spielerische Hilfestellung. Aber auch „einfach so“ machen die Spiele mit den Käfern den Kindern Freude. In der amazon-Rezension zur Erstauflage heisst es „die Kinder merken vor lauter Spass gar nicht, dass sie Mathematik betreiben“.

Das Käferkartenspiel jetzt in der dritten, verbesserten Auflage

Nachdem die erste Auflage, die beim damals noch selbständigen AOL-Verlag erschien, vergriffen war, wurde eine zweite, kompakte Auflage in Eigenregie erstellt, die mittlerweile ebenfalls vergriffen ist. 2015 erschien nun die dritte Auflage, die nicht nur „schönere“ und buntere Käfer enthält, sondern auch ein 32-seitiges Begleitheft, in dem sowohl Diagnoseaufgaben als auch Spielvorschläge passend zu den einzelnen Förderbereichen aufgeführt sind. Die ursprüngliche Langversion können Sie kostenlos als pdf (Link am Ende dieses Textes) herunterladen.
Anders als in der Erstauflage ist das ganze Spiel nun sehr kompakt und passt in eine Kartenbox, so dass die Karten auch im Spieltrubel nicht verloren gehen. Die 42 bunten Marienkäfer machen schon den Jüngsten Zusammenhänge zwischen Mengen und Zahlen erlebbar.
Das Käferkartenspiel können Sie hier direkt beim Autor erwerben. Der Preis beträgt für ein Spiel 6,90 Euro einschliesslich Porto, jedes weitere Spiel 5,50 Euro zusätzlich. Den Preis für Mengen ab 5 Stück erfragen Sie bitte per mail.

Sie finden unter folgenden Links weitere Informationen:
Die Neuauflage des Käferkartenspiels
Das Begleitheft der Erstauflage als pdf
Hinweise zur diagnostischen Nutzbarkeit

Training oder Therapie bei Rechenschwäche?

Wer hilft Ihrem Kind, wenn es „rechenschwach“ ist? Ein Lerntherapeut? Ein Nachhilfelehrer? Ein Psychologe? Ein Dyskalkulietrainer? Ein Mediziner? Ein Rechenschwächetherapeut? Ein Heilpraktiker? Ein Mathematiker? Eine interaktive Software?
Betroffene Eltern werden jetzt zu Recht seufzen: Egal, Hauptsache irgendwer und Hauptsache die Situation verbessert sich!
Begriffe transportieren, ob gewollt oder nicht, immer auch weitergehende Bedeutungen. Daher lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.

Lernen ist mehr als Training

Training erinnert in erster Linie an das Einüben und planvolle Verstärken eines Ablaufes. So kennt Weiterlesen

Gibt es eine Ursache für Rechenschwäche?

Es liegt wohl in der menschlichen Natur, dass man nach einfachen Erklärungen für Probleme sucht und nur schwer Verständnis dafür aufbringt, dass es möglicherweise „die“ eine Erklärung gar nicht gibt. Das führt mitunter dazu, dass sich zeigende Widersprüche nicht als Hinweise gesehen werden, dass die Theorie unvollständig ist, sondern umständlich „wegerklärt“ werden. Auch denkt man oft in zu einfachen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Eine „Erkältung“ bekommt man beispielsweise nicht dadurch, dass man sich unterkühlt, aber auch nicht allein durch den Kontakt mit Krankheitserregern, sondern durch eine Kombination von der Invasion und Vermehrung von Krankheitserregern und einer in dieser Phase „unterlegenen“ Immunabwehr. Man kann also sagen, man wird krank aufgrund der Krankheitserreger, was aber nur ein Teil der Wahrheit ist – und man kann sagen, man wird krank aufgrund eines schwachen Immunsystems, was aber ebenfalls nur ein Teil der Wahrheit ist. Sich nun darüber zu streiten, ob der Grund für die Erkrankung bei den Erregern oder der Immunschwäche zu sehen ist, ist wenig fruchtbar.
Mit der Rechenschwäche verhält es sich ähnlich. So ist einerseits die Suche nach „der“ Ursache seit Jahren praktisch erfolglos, wenngleich man viele Faktoren genauer untersucht hat, Weiterlesen